SEM und SEO im digitalen Marketing

SEM und SEO im digitalen Marketing

Die Marketingbranche hat seit der Erfindung des PCs zweifellos einen tiefgreifenden Wandel erlebt. PCs machten das Internet zum festen Bestandteil des Alltags, und so begannen die Menschen, täglich digitale Inhalte zu konsumieren. Dies schuf unbegrenzte Möglichkeiten, ein Online-Publikum zu erreichen. Daher erwarten viele Marketingfachleute, dass digitales Marketing in den kommenden Jahren mit allen Geschäftsformen untrennbar verbunden sein wird. Die Internetsuche ist eines der wichtigsten Werkzeuge unserer heutigen digitalen Welt. Menschen weltweit nutzen Google und ähnliche Suchmaschinen, um sich zu informieren, Lösungen für ihre Probleme zu finden und sich ein tieferes Verständnis für Themen zu verschaffen, die sie interessieren. Daher besteht für lokale Marken und Online-Unternehmen immer die Möglichkeit, dass aktiv nach ihnen gesucht wird. Laut Daten von Google aus dem Jahr 2019 werden täglich über 2 Billionen Suchanfragen durchgeführt. Darüber hinaus verzeichnet Google laut aktuellen Internetstatistiken täglich 5,5 Milliarden Suchanfragen (2019–2020). Dies entspricht 63.000 Anfragen pro Sekunde.


Die Internetsuche ist eines der wichtigsten Werkzeuge in der heutigen digitalen Welt. Wie technologische Fortschritte in nahezu allen Bereichen weltweit entwickeln sich auch die Suchfunktionen exponentiell. Dies eröffnet Unternehmen jeder Größe enorme Chancen, ihre Zielgruppen zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Unternehmen wissen, dass Suchmaschinen Traffic auf Websites lenken können. Dieser Traffic ist mehr als nur physischer Verkehr; er steht für Umsatz und potenzielle Kunden. Obwohl es weitere Möglichkeiten gibt, online sichtbar zu sein, ist Google führend in der Optimierung des Marketingbudgets. Dies liegt vor allem an der großen Nutzerbasis und dem hohen Marktanteil. Google ist jedoch nicht der einzige Akteur im Suchmaschinenmarkt. Zu den weiteren großen Unternehmen, die sich den Markt teilen, gehören Verizon Media, Yahoo, Bing Ads, Microsoft und Yandex Direct.

Leider stehen Unternehmen, die Suchmaschinen für Wachstum und mehr Traffic nutzen, vor einem Dilemma: Welches Tool ist das richtige, um Ressourcen und Budget für die Steigerung des Nutzeraufkommens auf die eigene Website einzusetzen? SEO oder SEM? Anders gefragt: Entscheiden Sie sich für Suchmaschinenoptimierung oder Suchmaschinenmarketing?


Synthese als Lösung für Widersprüche:

Hybridstrategie – Eine Kombination aus SEM und SEO
Diese bezahlte Strategie bietet großes Erfolgspotenzial. Unternehmen sollten in diesem Fall bezahlte Kampagnen durchführen, um die leistungsstärksten Keywords zu ermitteln. So sichern sie sich die Platzierung ihrer Websites bei wichtigen Google-Suchanfragen und für die meistgesuchten Keywords.

Zunächst: Was sind SEO und SEM?
Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) zählen heute zu den wichtigsten digitalen Marketingstrategien. Sie helfen Unternehmen, ihre Online-Sichtbarkeit und ihre Suchmaschinenperformance zu verbessern.
SEO bezeichnet die Optimierung von Webseiten und Inhalten, um ein höheres Ranking in den Suchmaschinenergebnissen (SERP) zu erzielen. Marketer nutzen verschiedene Taktiken, um in Suchmaschinen besser sichtbar zu werden. Eine bessere Suchmaschinenpräsenz führt zu mehr organischem Traffic auf der Website und damit zu neuen potenziellen Kunden. * Die SERP (Search Engine Results Page) ist die Liste der Suchergebnisse, die erscheint, wenn man ein Keyword in eine Suchmaschine eingibt. Die Gesamtheit der Suchergebnisse, die bei einer Suche auf dem Bildschirm angezeigt werden, wird als SERP-Seite (Suchergebnisseite) bezeichnet.

SEO-Arten im Überblick

1. Technische SEO:

1. Crawling und JavaScript dienen der Optimierung der Website-Elemente für die Indexierungsphase. Ziel ist es, die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, die Ladezeit, die Website-Architektur, die Benutzerfreundlichkeit, die strukturierten Daten und die Sicherheit der Website zu verbessern. Da diese Elemente nicht mit dem Inhalt zusammenhängen, spricht man von technischer Suchmaschinenoptimierung (SEO).

2. Onpage-SEO:

 

Onpage-SEO ist der Prozess der Optimierung von Keywords und Webseiten, die für die jeweilige Suchmaschine relevant sind. Zu den Onpage-SEO-Techniken gehören die Veröffentlichung hochwertiger, zielgruppenrelevanter Inhalte, die strategische Einbindung relevanter Keywords, die Optimierung des HTML-Quellcodes, die Bildoptimierung sowie die Verwendung von Tools wie Title-Tags und Meta-Beschreibungen. Eine gute SEO-Strategie steigert die Online-Sichtbarkeit und führt zu besseren Platzierungen in Suchmaschinen und Suchergebnissen.

3. Offpage-SEO:

Google berücksichtigt zahlreiche Offpage-Faktoren, um das Ranking einer Website zu bestimmen. Es ist schwierig für Unternehmen, allein durch die Erstellung hochwertiger Inhalte ein hohes Ranking zu erzielen. Websites können ihre Effektivität in diesem Fall durch Gastbeiträge zu relevanten Themen, hochwertige Backlinks und Maßnahmen zur Markenbekanntheit steigern. Diese Technik verbessert letztendlich das Google-Ranking Ihrer Website.

4. Nutzerinteraktion:

Es gibt Faktoren, die Google dabei helfen, zu verstehen, wie Nutzer mit Ihrer Website interagieren und ob sie diese als relevant empfinden. Beispielsweise interpretiert Google es als Zeichen dafür, dass Sie qualitativ minderwertige Inhalte erstellen oder keine relevanten Informationen bereitstellen, wenn Nutzer Ihre Website frühzeitig verlassen. Wenn Google Ihre Webseite also für ein bestimmtes Keyword als ungeeignet einstuft, stuft die Suchmaschine die Seite in den Suchergebnissen herab.

Was ist Suchmaschinenmarketing (SEM)?

SEM ist ein Konzept, das den Marketingprozess von Unternehmen umfasst, die bezahlte Werbung nutzen, um bessere Platzierungen in den Suchmaschinenergebnissen zu erzielen. Zu diesen bezahlten Strategien gehören Pay-per-Click-Anzeigen (PPC) oder bezahlte Google-Anzeigen auf Plattformen wie Google My Business usw.

1. Display-Werbung:

Digitale Werbung bedeutet, die Bekanntheit Ihrer Produkte zu steigern und Nutzer mithilfe von Bildern, Videos oder Texten auf verschiedenen Social-Media-Plattformen oder Websites zum Kauf dieser Produkte oder Dienstleistungen zu bewegen.

2. Pay-per-Click (PPC):

Dies ist ein Online-Marketing-Modell, bei dem Marketer jedes Mal eine Gebühr an ihre Websites oder Suchmaschinen wie Google zahlen, wenn jemand auf eine ihrer Anzeigen klickt. Diese Strategie eignet sich, um organisch Besucher auf die Website zu lenken.

3. Remarketing:

Remarketing ist eine Strategie, um bestehende Kunden durch neue Anzeigen anzusprechen. Diese Kunden sind möglicherweise bereits in Ihren Apps registriert oder interessieren sich für Ihre Website. Remarketing ist äußerst effektiv, um die Markenbekanntheit zu steigern.

Wichtigste Unterschiede zwischen SEO und SEM:
SEO ist eine kostengünstigere Online-Marketing-Strategie, da sie darauf abzielt, Besucher organisch und ohne Kosten zu gewinnen. SEM hingegen erfordert eine Gebühr pro Klick.

SEM-Strategien eignen sich für Unternehmen, die noch relativ jung sind und keine Online-Präsenz haben. Darüber hinaus liefern SEM-Strategien im Vergleich zu SEO-Techniken sofortige Ergebnisse. SEO-Techniken erfordern einen erheblichen und kontinuierlichen Aufwand über einen längeren Zeitraum, bevor greifbare Ergebnisse sichtbar werden.

Höhere Nachhaltigkeit mit SEO

Ein Unternehmen, das langfristig erfolgreich sein will, benötigt eine ebenso zuverlässige Marketingstrategie. Eine nachhaltige Methode, um gezielte Besucher auf die Produktseite oder den Unternehmensblog zu lenken, kann äußerst vorteilhaft sein. Und genau das ist SEO. SEO garantiert zwar keinen dauerhaften, automatischen Traffic über einen längeren Zeitraum, bietet aber die Sicherheit, die PPC-Marketing nicht bietet. Sobald Sie für ein bestimmtes Keyword ein gutes Ranking erzielt haben, können Sie die notwendigen Onpage- und technischen SEO-Maßnahmen durchführen, um dieses Ranking zu halten. SEO kann Ihnen helfen, ein Marktsegment mit einer nachhaltigeren Strategie zu dominieren. Diese Nachhaltigkeit kann Ihr Unternehmen zudem vor zukünftigen Zusatzkosten schützen.

Größere Reichweite

Seien wir ehrlich: Egal wie gut Sie Ihre Zielgruppe kennen, es ist nicht einfach vorherzusagen, welche Suchbegriffe sie eingeben wird, um Sie zu finden. Google erhält täglich Milliarden von Suchanfragen. Das bedeutet, dass Sie eine riesige Menge an potenziellen Kunden verpassen, wenn Sie sich nur auf bestimmte Keywords konzentrieren. Erstellen Sie daher einen passenden Keyword-Pool, indem Sie detaillierte Keywords für Ihre Dienstleistungen und Produkte identifizieren. Identifizieren Sie außerdem Keywords, die für Sie irrelevant sein könnten, und wenden Sie negative SEO an. Dies ist eine zusätzliche Methode, um die Interaktionsrate Ihrer Zielgruppe zu erhöhen. Wenn Sie sich auf SEO konzentrieren, erreichen Sie eine größere Zielgruppe. Je mehr hochwertige Inhalte Sie auf Ihrer Website veröffentlichen, desto mehr Menschen finden sie. Und je mehr Menschen Ihre Website finden, desto mehr Traffic generieren Sie für Ihre Produkt- oder Serviceseite. Im Gegensatz zu PPC sind Sie weder durch ein Budget noch durch die Anzahl der verwendeten Keywords eingeschränkt.

Steigern Sie Ihre Markenbekanntheit

Um Traffic auf Ihre Website zu lenken, ist es entscheidend, dass Sie von relevanten Personen gesehen werden. Andernfalls ist eine hohe Besucherzahl für Ihre Hauptziele bedeutungslos. SEO sorgt zwar dafür, dass die richtigen Personen Ihre Website besuchen, aber es ist normal, dass dies nicht immer erfolgreich ist. PPC-Anzeigen (Pay-per-Click) funktionieren anders. Sie sprechen ausschließlich Nutzer an, die aktiv nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung suchen. Wenn Sie von Menschen gesehen werden, die sich für Ihr Unternehmen oder Ihre Marke interessieren, steigern Sie Ihre Markenbekanntheit. Dies wirkt sich indirekt auf Ihren Umsatz aus. Viele Menschen suchen später nach Ihrem Produkt, selbst wenn sie nicht sofort auf Ihre Anzeigen klicken. In beiden Fällen ist bezahlte Werbung äußerst hilfreich, um Ihre Zielgruppe zu erreichen und irrelevante Nutzer auszusortieren.

Fazit

Die beste Strategie für Unternehmen ist die Kombination von SEO- und SEM-Techniken, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Unternehmen können die angestrebte Conversion-Rate erreichen, indem sie ihre Marketingkampagnen bedarfsgerecht optimieren und ihre Bemühungen nachhaltig gestalten.

Für Unternehmen und Dienstleister ist das Verständnis menschlichen Verhaltens und von Trends mit der zunehmenden Digitalisierung noch wichtiger geworden. Neben den positiven Auswirkungen der Digitalisierung wird die Aussagekraft von Daten zur Erklärung menschlicher Trends und Verhaltensweisen immer komplexer und bildet die Grundlage für neue Fachgebiete. Daher ist es wichtig, Strategien zu diversifizieren (SEO, SEM), zu synthetisieren und verschiedene Dynamiken zu integrieren, um mit dem Tempo der Digitalisierung Schritt zu halten und die Klickraten Ihres Unternehmens zu optimieren.