Auf Wiedersehen 2021, hallo 2022!
Wir bereiten uns darauf vor, das Jahr 2021 zu verabschieden und das Jahr 2022 willkommen zu heißen. Seit Beginn der Pandemie herrscht weltweit eine globale Krise und Unsicherheit. Hinzu kommen die jüngsten wirtschaftlichen Turbulenzen und die Probleme in unserem Land. Von der Neujahrseuphorie der vergangenen Jahre sind wir daher weit entfernt. Trotz allem geht das Leben weiter, und wir haben viele Gründe, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Der durch die Pandemie angestoßene Wandel hat, trotz aller Negativität, wenn auch widerwillig, bestimmte Trends und technologische Durchbrüche beschleunigt und die Dynamik des globalen Wandels verstärkt.
Der rasante Anstieg der technologischen Entwicklungen und die Digitalisierung, die mit der Pandemie ihren Höhepunkt erreichten, haben Transformationen, die sich zuvor über Jahrzehnte erstreckten, in nur zwei Jahren vollzogen. Inmitten dieser Höhen und Tiefen wurden zwar einige Institutionen, Organisationen und Strukturen beschädigt, doch konnten auch viele Unternehmen und Organisationen die Chancen dieser Krise nutzen. Während völlig neue Stellenbeschreibungen und Kriterien wie Flexibilität, Agilität, Wohlbefinden, mobiles Arbeiten und Mobilität Einzug in unseren Alltag gehalten haben, werden klassische Geschäftsmodelle überarbeitet oder ganz aufgegeben.
2021 waren die Auswirkungen der Pandemie im Vergleich zu 2020 teilweise abgemildert, und dank des Impfstoffs zeichnete sich ein Lichtblick ab. Obwohl die Nachfrage noch nicht wieder das Niveau von vor zwei Jahren erreicht hat, steigt sie in Bereichen wie Freizeitaktivitäten, Konzerten/Veranstaltungen und Reisen, während sich auch das Arbeitsleben teilweise normalisiert. Kurz gesagt: Die Digitalisierung und der Wunsch, sich an die neue Welt anzupassen, wurden 2021 mit voller Kraft fortgesetzt und dürften sich unaufhaltsam weiterentwickeln.
„Daten“ wurden 2021 in nahezu allen Bereichen, einschließlich des digitalen Marketings, zu einem der meistdiskutierten Themen. Sensibilitäten im Umgang mit personenbezogenen Daten, Dateninterpretation, Datenanalyse und skandalösen Datenlecks in Unternehmen kündigen einen neuen globalen Trend und eine neue Realität an, in der mit der Digitalisierung sowohl Wert als auch Risiko steigen.
Metaverse, Blockchain-Technologien, Nachhaltigkeit, NFTs, der Aufstieg der Spielebranche, das Konzept von Wellness und Remote-Arbeit sind nur einige der Themen, die uns 2021 am häufigsten beschäftigt haben.
Laut Googles Trends 2021 werden Suchanfragen nach Begriffen wie „Quarantäne“ und „Beschränkungen“, die 2020 soziale Ängste widerspiegelten, weltweit zunehmend durch hoffnungsvollere Begriffe wie „Genesung“ und „Impfstoff“ ersetzt. Laut einer globalen Studie von Ipsos zu sozialen Trends hofften 80 % der Befragten, dass 2021 ein besseres Jahr als 2020 werden würde, während 40 % befürchteten, dass das Leben nicht zur Normalität zurückkehren würde. Wenn wir auf das Jahr 2021 zurückblicken, lässt sich trotz der noch nicht vollständigen Normalisierung feststellen, dass wir uns langsam von den gesellschaftlichen Auswirkungen des Jahres 2020 erholen.
Was die Erwartungen für 2022 und die Folgejahre betrifft, so waren die letzten zwei Jahre zwar von gesellschaftlichen Krisen geprägt, doch haben sich auch einige bedeutende Entwicklungen ergeben. Weltweit stieg der durchschnittliche Warenkorbwert im E-Commerce im Jahr 2020 um fast 50 %. Da etwa die Hälfte der Weltbevölkerung soziale Medien nutzt, hat die mobile Internetnutzung und der E-Commerce deutlich zugenommen. Dies ist einer der wichtigsten Indikatoren für die globale Verbreitung des Online-Shoppings und des Einkaufs über soziale Medien. Eine neue Ära hat begonnen, die autonome und dezentrale Systeme einbezieht. Die Idee der Dezentralisierung und die Blockchain-Technologie, die das Potenzial besitzen, weit über die gängigen Konzepte von Bitcoin und Kryptowährung hinaus einen tiefgreifenden Wandel herbeizuführen, werden zu den Trends dieser neuen Ära gehören. In dieser Zeit, in der Daten wichtiger denn je sind, werden neue Konzepte wie Cybersicherheit, Cloud-Technologien, IoT, Datenanalyse, Web 3.0 und 5G ebenfalls an Bedeutung gewinnen.
Mit dem Abklingen der Pandemieauswirkungen ist zu erwarten, dass die Dynamik der digitalen Transformationstrends der letzten zwei Jahre etwas nachlässt. Andererseits ist davon auszugehen, dass diese Entwicklungen – wenn auch langsamer – über längere Zeiträume anhalten und sich schließlich einpendeln werden.
Wir hoffen, dass 2022 genauso erfolgreich wird wie 2021, dass Sie sich schnell an die sich wandelnden globalen Trends anpassen und sich in diesem dynamischen Transformationsprozess sowohl auf die Chancen als auch auf die Herausforderungen konzentrieren. Und natürlich wünschen wir Ihnen vor allem ein gesundes Jahr.
